Schneider bleib bei deinen Leisten
Mai 2009 | Meinung von Anja Rettmann | Neue Artikel per Mail erhaltenNichts haben Blogger (und Bloggerinnen) ja so gern wie neue Blogs. Und zwar solche, die ihnen mal wieder etwas neues bieten und bei dem Leser (und den Leserinnen) irgendeinen “Aha-Effekt” auslösen. Für die Freunde (und Freundinnen natürlich) des Bewegtbildes greift nun die Süddeutsche in die Trickkiste - et voilà: ein Videoblog. Über entsprechenden Aha-Effekt möge jeder selbst entscheiden, mir ist er ferngeblieben. Sprachguru und Medienprofi Wolf Schneider äußert sich fortan an jeden ersten Montag im Monat zu einem brisanten Thema. Und das per Videobotschaft im Blog “Speak Schneider”. Zur Premiere gehts um fehlenden Feminismus in der deutschen Sprachgeschichte, das Fazit: Es ist halt so. Heißt halt nicht Bloggerinnen. Oder Einwohnerinnenmeldeamt. Müssen wir uns mit abfinden.
Gut und schön, liebe SZ. Auf der wahrscheinlich durch Bastian Sick ausgelösten Deutsche-Sprache-Schöne-Sprache-Welle mitzuschwimmen, ist für mich jetzt kein bahnbrechendes Ereignis. Der Erkenntnisgewinn des Premierenbeitrags, Wolf Schneider hin oder her, jetzt auch nicht. Eine einmal im Monat feilgebotene Botschaft, noch dazu einen Einminüter (mit Vor- und Abspann!), als Videoblog zu präsentieren, entlockt mir auch nur ein müdes Lächeln.
Da gefällt mir die Idee von der Konkurrenz rundherum besser, sorry, liebe SZ.


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