In bester Gesellschaft
September 2007 | Meinung von Kay A. Schönewerk | Neue Artikel per Mail erhaltenDie Hornbach-Werbe-Handwerker haben nun auch ein “Transformer-Bad” ins Leben gerufen. Der Spot erzählt die Geschichte eines frustrierten Mannes, den der Anblick seines maroden, heruntergekommenen Badezimmers so nervt, dass es beginnt, ihn überallhin zu verfolgen.
Doch liebe Werber, was soll sich denn noch alles “transformieren”? Nach Citroen’s Transformer-Spot und dem Blockbuster “Transformers” reicht es doch nun mal langsam! Oder werden wir bald erleben, wie sich in der Werbepause auch Butter, Nudeln und Kaffee demnächst zu hochtechnischen Gerätschaften “transformieren”? Na dann, guten Appetit!
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Diesen ‘Transformationsfrust’ kann ich nicht recht verstehen. Gut, Autos die sich in Roboter verwandeln (gilt auch umgekehrt und für Kaffeemaschinen) kann man dieser Tage wirklich überdrüssig werden. Aber das “wandernde Badezimmer” als Versinnbildlichung des gedanklichen Verfolgt-Werdens habe ich als recht innovative Idee wahrgenommen.
Dass sich die anatomischen Befindlichkeiten der Nasszelle dabei verändern, ist ja schlicht eine Notwendigkeit, die man so oder so umsetzen kann. Das Badezimmer als Immobilie per se eignet sich einfach nicht für Verfolgungsjagden. Die moderne Computertechnik ermöglicht es, das auch noch ansehnlich zu animieren. Und so sehe ich auch Hornbachs Badezimmer: Als Animation, nicht Transfomation und damit nicht als Ideekopie sondern als Einfall.