Du bist der Brotkanten!
Oktober 2010 | Meinung von Anja Rettmann | Neue Artikel per Mail erhaltenDu bist der Zellhaufen! Du bist der Kollateralschaden! Du bist das Knäckebrot der Nation! - Also: Wer hat noch nicht, wer will nochmal? Man nehme eine halb- bis ganz verwaschene Videoclip-Idee, deren unerfreuliches Original schon mehrfach modifiziert, dabei - mit einer Ausnahme! - eigentlich immer nur peinlicher und öder wurde. Jedenfalls nimmt man sich diese schnöde Bewegtbild-Leitidee, sucht sich jungdynamische bis altersgreise altersweise Statisten und legt einfach mal los. Lässt die bis zur Unerträglichkeit talentierten Schauspieler so tun, als seien sie ganz normale Mitarbeiter, sagen wir mal einer Hochschule, und sie Sätze artikulieren - oder vielmehr: verbalisieren - über… ja, über was eigentlich? Na, lassen wir sie jonglieren. Ähm, imponieren. Nein falsch - Improvisieren ist doch das Zauberwort bei der Schauspielkunst. Sie werden schon wissen, was sie tun. Oder sagen. Und wenn sie sich für einen Baum oder gar die Zeitung 2.0 halten, dann ist das nicht gaga - sondern der ganz große Wurf.
Anyway: Man cutte die Zeitzeugendokumente ganz WebTV-like in einem Bildstreifen, ach was: Filmkunstwerk!, zusammen, packt zur Ultrahocherhitzung eine fesche Sound- und Klangvariation dahinter - und schon hat man ihn: den Anti-Image-Schinken mit Vom-Stuhl-Fall-Garantie für den Zuschauer. Danke, liebe Hochschule Mittweida! You made my day.


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